Unsere Reise nach Armenien 2013

Am 19. September ging es von Hamburg nach Prag und dann erfolgte der Weiterflug nach Yerevan-Armenien. Wir sind mitten in der Nacht in Yerevan gelandet, aber von Erschöpfung konnte keine Rede sein. Die Aufregung war sehr groß. Endlich hatten wir uns den Traum erfüllt und waren in dem Land angekommen, in dessen Sprache wir schon so lange singen. Robert, unser Busfahrer, holte uns vom Flughafen ab und brachte uns zum Hotel. Dort angekommen ruhten wir uns ein bisschen aus und trafen uns zum Frühstück wieder.

Am nächsten Tag begannen die ersten Proben für unser erstes Konzert an dem Music College von Armavir. Dort lernten wir auch unsere neuen Freunde Armen, Arman, Anahit, Varduhi, Helbert und Marine, kennen. Sie unterstützten und halfen uns sehr bei der Vorbereitung für unseren ersten Auftritt in Armenien. Am darauffolgenden Tag war es dann so weit, wir fuhren nach Armavir und besuchten das Music College für unser erstes Konzert. Voller Stolz zeigten uns die Studenten ihr College und wir konnten uns von den großartigen Talenten dort überzeugen. Wir fühlten uns so herzlich aufgenommen und willkommen! Das Konzert war für uns ein aufregendes Erlebnis, ganz besonders bei dem letzten Lied, Yerevan-Erebuni, sang das ganze Publikum mit, so dass der Eine oder Andere von uns Tränen in den Augen hatte.

Doch das sollte erst der Anfang einer aufregenden Woche für uns sein....

Am nächsten Tag wurden wir eingeladen von der Ministerin für Diaspora Hranush Hakobyan. Eigens für uns wurde anlässlich des Komitas Festivals eine Pressekonferenz veranstaltet. Wir wurden von der Ministerin sehr freundlich begrüsst und sie ernannte den Gayane Chor als Botschafter für eine lange tradionelle Zusammenarbeit zwischen Armenien und Deutschland.

 

Der Gayane Chor gemeinsam mit der Präsidentin Hranush Hakobyan.

 

Nun hatte sich in Yerevan herumgesprochen, dass ein Deutscher Chor in Armenien eingetroffen ist, der armenisch singt! Gleich am nächsten Tag  folgte eine zweite Pressekonferenz, zu der wir auch eingeladen wurden. Das nächste Ereignis kündigte sich an, wir durften anlässlich des Geburtstages von Komitas an der Gedenkstätte bei der Kranzniederlegung singen. Viel Prominenz war an diesem Tag vertreten und wieder war es ein sehr bewegender Augenblick für uns.

 

 

Trotz dieser vielen für uns unfassbaren Erlebnisse, durften wir aber unseren eigentlichen Grund der Reise nicht aus den Augen verlieren, der Auftritt beim diesjährigen Komitas Festival in Yerevan. 300 Künstler (Chöre, Solisten, Musiker ect.) waren angemeldet. Wir bereiteten uns bei den Proben gemeinsam mit unseren armensichen Freunden auf den großen Auftritt vor.

Am 26. September um 20:00 Uhr war es dann so weit. Gespannt warteten wir hinter der Bühne auf unseren Auftritt. Wir lernten viele Künster aus unterschiedlichen Ländern kennen und hatten einen riesigen Spaß! Nun wurden wir angekündigt, betraten die Bühne, wurden freundlich mit Applaus begrüßt und sangen unsere Lieder von Komitas: Garuna, Aravot Lusaber und Ergniz Getniz. Nach dem Schlusstakt unseres letzten Liedes, brauste ein tosender Applaus für uns los. Die Ministerien Hranush Hakobyan stand von ihrem Platz auf und bedankte sich bei Gayane Grover für unsere Darbietung.

Hinter der Bühne wurden wir von vielen Künstlern für unseren Auftritt beglückwunscht. Wir hatten es geschafft: Das armenische Publikum hatte uns akzeptiert. Viele armenische Menschen sprachen uns an und konnten gar nicht glauben, dass wir als deutscher Chor in ihrer Sprache singen. Was wir nicht ahnen konnten: Der Abend sollte für uns noch nicht zu Ende sein. Um 22:00 Uhr war die Sensation perfekt. Alle Künstler wurden auf die Bühne gerufen und dann wurde der Preis in der  Kategorie der Chöre "International" an den GAYANE CHOR überreicht!

 

 

 

 

Wir waren und sind heute immer noch unglaublich stolz auf diesen Preis.

Die Reise neigte sich langsam dem Ende und einige Chormitglieder von uns mussten in der gleichen Nacht noch ihre Heimreise antreten. Die anderen Chorteilnehmer konnten noch ein paar Tage in Yerevan verbringen.

 

Ein großer Dank gilt allen unseren Freunden in Armenien, die uns dort unterstützt haben.

Wir werden uns wiedersehen!

 

 

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Gayane Chor